Wie Rituale zu mehr Vertrauen verhelfen können

Gerade in dieser schnelllebigen Zeit prasseln unzählige neue Momente auf uns ein und wir sind oft regelrecht reizüberflutet. Da ist es besonders wichtig, dass es immer wiederholende Systeme gibt, die jeden Tag gleich sind.

Rituale schenken uns Vertrauen und Halt, sie sind somit wichtige Stützen in unserem Leben. Kindern geht es genauso. Sie lieben stärkende Gewohnheiten und verlässliche Regeln, denn so fühlen sie sich sicher. Kinder entwickeln dabei Zuversicht und Vertrauen in sich und andere.

Meine Lieblingsrituale:

Morgenritual:
Jeden Morgen mit einer kurzen „Pippi Langstrumpf Zeit“ beginnen. In diesen Minuten ist alles erlaubt. Die Musik darf laut aufgedreht werden und dann wird wie wild durch die Räume getanzt, herum geblödelt und seinen Emotionen freien Lauf lassen. Natürlich machen die Eltern dabei mit, denn so macht es gleich noch viel mehr Spaß. Der Tag wird mit frischer Energie begrüßt und alle werden gleich mit positiver Energie aufgeladen.

Glücksglas:
Jedes Mal, wenn ihr etwas Wundervolles erlebt, schreibt ihr es auf einem Zettel und gebt es in dieses Glas. Einige Monate/ein Jahr später macht ihr gemeinsam dieses Glas auf und freut euch über all die schönen Erlebnisse, die ihr hattet. Das macht besonders viel Freude. 🙂

Natürlich wird vorher dieses Glas gemeinsam gestaltet. Besorgt euch ein sauberes Marmeladenglas, oder ein anderes Glas – jedoch muss es mit Deckel verschließbar sein. Dieses Glas soll bunt verziert werden. Es wird nun mit all den Lieblingsfarben und Lieblingsmustern geschmückt.

Dankbarkeit gegenüber dem Körper:
Gemeinsam wird der Körper abgeklopft und danke gesagt. So kann man gleich die Körperteile benennen und eine Verbindung zum eigenen Körper aufbauen. Entweder mit Musik oder beim Duschen, während man sich mit Seife eincremt. „Danke liebe Füße, dass ich mit euch wie wild durch die Wohnung tanzen kann.“ „Danke liebe Arme, dass ich mit euch meine Eltern umarmen kann“. Gemeinsam fallen euch sicher schöne Momente ein.

Abendritual:
Da wir den Tag schon so genial begonnen haben, wollen wir ihn auch feierlich ausklingen lassen. Jedoch wollen wir, dass das Kind runterkommt und es schnell einschlafen kann. Mir selbst hilft es, den Tag kurz Revue passieren zu lassen und dabei die positiven Aspekte nochmal in Erinnerung zu rufen. Frag jeden Abend dein Kind, was die 3 schönsten Momente heute waren. Das steigert das Erinnerungsvermögen und die Kinder denken nochmal gezielt über das Positive nach. Falls dem Kind nichts einfällt, hilfst du einfach mit. Es können auch kleine Momente sein, wie zum Beispiel, dass das Essen heute lecker war oder ich habe mit jemanden gelacht. Hierbei ist es ganz wichtig dem Kind zu erklären, dass alles richtig ist und es nicht wichtig ist, dass es etwas ganz Besonderes und Aufregendes war. Die Eltern machen hierbei auch wieder mit.

Gerade für den Abend ist es auch schön, gemeinsam ein Buch zu lesen oder es vorzulesen.

Dafür habe ich einen ganz besonderen Buchtipp: Geliebtes Herzenskind. Diese Kurzgeschichten erfüllen alle Herzen mit Liebe, denn dieses Buch richtet sich direkt an die Themen Dankbarkeit, Liebe und Selbstvertrauen.
(Werbung aus reiner Überzeugung)

Natürlich lässt sich nicht alles sofort in den Alltag integrieren und wird öfter mal vergessen, das ist ganz normal. Im Durchschnitt dauert es über zwei Monate, dass etwas Neues zur Gewohnheit wird, jedoch ist das von Mensch zu Mensch verschieden. Wichtig ist, dass die Rituale Spaß machen, denn dann macht man es gern und erinnert sich automatisch daran.

Viel Spaß beim Ausprobieren!


Namasté,

Karin